Das Spiel

 
 

Ziel des spiels

Vertrauen und emotionale Zuwendung erfahren, entspannte Spielstunden genießen und schrittweise vergangene Zeiten wiederentdecken. Und last, but not least: Gemeinsames Lachen. Und eines der wichtigsten Elemente: kein Wettbewerb, es gibt keinen Gewinner und keine Verlierer.

 
 

die elemente des spiels

Klare Farben geben eine übersichtliche Gliederung des Spielgeschehens. Rot und blau stehen für aktuelle kognitive Fähigkeiten, gelb und grün aktivieren die Erinnerung der Spieler.

Rot - Zahlen erkennen, sie nennen, zusammensetzen und nach eigenen Fähigkeiten damit rechnen. Der Spieler wählt selbst z.B. 4 Zahlen aus dem roten Säckchen. Die Kombination der Zahlen 1-2-3-4, kann eine Geschichtszahl oder ein persönliches Datum sein, man kann damit rechnen, z.B. Summe = 10, oder nach Fähigkeiten auch multiplizieren oder dividieren

Blau - Buchstaben mit den Themenkarten “Buchstabensalat" verbinden und Wörter und Begriffe zu diesem Thema finden. Kennen Sie z.B. einen Beruf mit  dem Anfangsbuchstaben „Q“? Antworten unserer "Testsenioren" waren z.B. „Quasselstrippe, Querulant, Quacksalber“

Gelb - Sich an Volkslieder erinnern, gemeinsames Singen oder einfach im Takt klatschen oder auf den Tisch klopfen.

Grün - Sich an Sprichwörter erinnern und diese vervollständigen. Die große Schrift (40p) auf den Karten kann man fast immer auch ohne Hilfsmittel gut lesen. Vorderseite z.B. Der Apfel fällt nicht - wer die Redewendung nicht ergänzen kann, läßt sich von seinen Mitspielern helfen oder schaut auf die Rückseite weit vom Stamm.

Die Möglichkeiten sind vielfältig, sie orientieren sich aber immer an den Fähigkeiten der Spieler (Ressourcenorientierung).

Dazu kommen große Karten mit Fotomotiven. Auf diesen Fotokarten sind verschiedene Motive abgebildet, die zum Erinnern, darüber sprechen anregen und somit auch die Mitspieler zum Dialog einladen.

Wie spielt es sich am besten? Abtauchen in eine Welt voller Schein-Abenteuer? Kämpfe, Zocken, Action als Bestandteil des Lebens?

Es gibt andere Wege. Das ist gerade wichtig für Spieler mit demenziellen Beeinträchtigungen, um eventuell auftretenden Stress zu meiden. Es sollen Erinnerungen geweckt und Fähigkeiten neu begreifbar werden. Die  Spieler unterstützen sich gegenseitig und belohnen Erreichtes als Gemeinschaftserlebnis.

 
 

Das spielbrett und seine figuren

Jeder Spieler erhält ein eigenes Spielbrett in seiner Farbe, das ist eine Neuheit. So kann auch bequem an großen Tischen gespielt werden. Dem zu beobachteten Mistrauen von Menschen mit demenziellen Einschränkungen kann dadurch entgegen gewirkt werden, da jederzeit über das eigene Spielbrett die "Kontrolle" behalten werden kann.

Die Spieler wählen ihre Farbe und setzen ihre XXL-Pöppel auf Start. Ein XL-Würfel bestimmt die Schritte, die Richtung wählt der Spieler selbst, d.h. man kann auch wieder rückwärts, links- oder rechtsherum gehen. Das farbige Feld - auf dem man zum Stehen kommt - fordert auf, eine Aufgabe zu lösen. Wenn die Gruppe es möchte, kann als Ergebnis ein entsprechender Erfolgschip in die Gemeinschaftsschale "wandern". Das Logofeld Lachen ersetzt ein Ei! regt über die Bilder an, etwas aus dem persönlichen „Nähkästchen“ seines Lebens zu plaudern.

 
 

Ende des spiels

Die Spieler legen selbst eine Zeit fest, z.B. eine Stunde. Es kann aber auch z.B. so lange gespielt werden, bis alle Erfolgschips in der Gemeinschaftsschale gesammelt wurden. Im Allgemeinen liegt die Spielzeit meiner Erfahrung nach bei ca. 90 Minuten Kurzweil.

 
 

spielvarianten

Die Möglichkeiten sind vielfältig.

So können Therapeuten zum Beispiel einzelne Elemente aus dem Spiel herauslösen und damit Ihre Klienten ressourcenorientiert fördern.

Die Gestaltung des Spiels soll weitgehend den Spielern überlassen sein. Die "Spielanleitung" ist bewusst  auf ein Minimum reduziert. Je nach Fähigkeit und Befinden der Spieler können Regeln angepasst und neu vereinbart werden.