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Michael Freyer

Ich bin selbst "Senior" und eher im Unruhezustand. „Nach dem ich meinen Rentenbescheid bekam, fragte ich mich: "War's das?“ Ich kann nicht besser klagen, mein Berufsleben hat einige „ups and downs“ erlebt, wie man das auf Denglisch sagt. Nach meinem Studium habe ich als Schulbuchredakteur erfolgreich Lehrbücher für das Fach Englisch herausgebracht, dann für einen Bildungsträger Dienstleistungen für KMUs verkauft und zuletzt wieder vom Schreibtisch aus als Personalberater Fach- und Führungskräfte gesucht und gefunden. Ein ereignisreiches Berufsleben, meine kreativ-künstlerische Arbeit ist dabei aber zu kurz gekommen, hatte ich im Rückblick den Eindruck.

Nun ist aber wieder die Zeit gekommen, dachte ich: Malen, Gestalten, neues ausprobieren, mit Bildern und Objekten u.a. zur Finanzkrise wollte ich Kunst mit Politik verbinden. Aus vielen Gesprächen und intensiver Beschäftigung mit dem Thema Altern und Demenz reifte dann der Gedanke: Warum nicht das Praktische mit dem Nützlichen verbinden? Die Idee zu einem Brettspiel für die Zielgruppe ältere Menschen war geboren.

Im Nachgang werde ich öfter gefragt: „Wie bist du denn auf die Idee gekommen, warum willst du dir einen solchen Gründungsstress antun?“  Es war einfach „machen“, denke ich. Ein Blatt Papier, ein paar Filzstifte, etwas Pappe, Kleber und ein Gestaltungsprogramm am PC. Damit waren natürlich eine Vielzahl von Ausdrucken bei meinem Lieblingscopyshop verbunden. Denn erst wenn man einen Kasten gebastelt hat, Karten gedruckt, Spielsteine eingesetzt hat, kann man abschätzen, was funktioniert und was nicht. Bei Probespielen mussten natürlich Freunde herhalten. Ohne Testläufe geht das nicht und mittlerweile habe ich ein „geschärftes“ Auge, um zu erkennen, wenn etwas nicht „rund“ läuft.

Brigitte Heik hat mich an einigen Stellen des Projekts beraten. Aus persönlichen Gründen will sie das Projekt nicht weiterverfolgen. Dafür meinen Dank.